Die von der Kynos Stiftung geförderte Studie zu hundgestützter Intervention in ukrainischem Militärkrankenhaus wurde veröffentlicht!

Die erste von der Kynos Stiftung geförderte wissenschaftliche Studie "War Exposure and Canine Cortisol Responses: Country Differences in Cortisol Differences of Therapy Dogs" ist im Januar 2026 in der Fachzeitschrift "Animals" veröffentlicht worden. Dr. Sandra Foltin untersuchte darin zusammen mit Kolleginnen, wie stark Therapiehunde unter Stress stehen, wenn sie in einem Kriegsgebiet arbeiten. Konkret wurden Therapiehunde in der Ukraine mit Therapiehunden in Deutschland verglichen. Alle Hunde unterstützten Menschen mit seelischen Belastungen, zum Beispiel Soldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS).
Um Stress zu messen, wurde das Hormon Cortisol untersucht. Cortisol zeigt, wie stark Körper und Psyche belastet sind. Es wurde im Speichel (kurzfristiger Stress), im Urin (Stress über mehrere Stunden) und im Fell (langfristiger Stress) gemessen.
Die Ergebnisse zeigen:
Therapiehunde in der Ukraine hatten höhere Cortisolwerte im Speichel, aber niedrigere Werte im Urin und im Fell als die Hunde in Deutschland. Das deutet darauf hin, dass die Hunde im Kriegsgebiet anders auf dauerhaften Stress reagieren. Wahrscheinlich haben sie sich an die schwierigen Lebensbedingungen angepasst. Die eigentlichen Therapieeinsätze mit Menschen haben keinen zusätzlichen Stress bei den Hunden ausgelöst.
Die wichtigste Erkenntnis ist: Nicht die Therapiearbeit, sondern die Umweltbedingungen des Krieges beeinflussen den Stress der Hunde. Die Studie betont, wie wichtig es ist, das Wohlbefinden von Therapiehunden – besonders in Krisengebieten – genau zu beobachten und zu schützen. Der gesamte Artikel im Originalwortlaut (in engl. Sprache) ist nachzulesen unter https://www.mdpi.com/2076-2615/16/3/381. Weitere Studienergebnisse aus dem Ukraine-Einsatz werden in Kürze erwartet.