Aktuelle Projekte

Frau steht mit Hund in einem Geschäft und die Frau lächelt den Hund an.

Meine Superheldin Lotti

Meine Superheldin Lotti ist drei Jahre alt und lebt seit zwei Jahren bei mir. Sie kommt ursprünglich von Bulgariens Straßen, fühlt sich mittlerweile jedoch auch auf dem Sofa oder ihrem Sonnendeck pudelwohl.

Die Ausbildung zur Assistenzhündin hat sie begonnen, da ich durch ritualisierten sexuellen Missbrauch als Kind und Jugendliche eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung entwickelt habe.
Die Symptome sind vielfältig und ändern sich mit der Zeit. Während der Traumatisierung bilden sich unterschiedliche gebündelte Fähigkeiten wie Schmerztoleranz, das Ausbleiben von Stimme oder vegetative Steuerung, um das Erlebte auszuhalten. Sie können sich später zu eigenen Persönlichkeiten entwickeln, müssen es aber nicht. Je nach Situation werden unterschiedliche Fähigkeitspakete unterschiedlich häufig gebraucht. Danach prägen sie sich auch aus. Wenn dieser Mechanismus beansprucht wird, setzt er auch vollständig ein und blockiert andere Handlungen oder Gedanken. Dieser Prozess baut sich entweder auf oder passiert plötzlich. Wenn etwas meinen neuronalen Strukturen ähnlich vorkommt, setzten diese Mechanismen automatisch ein. Ob es die versagende Stimme an der Supermarktkasse ist, die fehlende Ansteuerung der Beine beim Weg zur Ärztin oder die plötzliche Angst beim normalen Hausputz. Es passiert einfach. Doch Lotti ist da.

Ihre Aufgabe, die sie grandios und verantwortungsvoll übernimmt, ist es, Stoffwechselveränderungen so früh anzuzeigen, dass ich noch die Chance habe, aktiv dagegen vorzugehen. Dazu konservieren wir meine „Gerüche“ in unterschiedlichen Zuständen und sie lernt diese zwischen vielen anderen Gerüchen zu identifizieren und mir anzuzeigen. Passiert etwas zu überraschend und ich kann nicht mehr intervenieren, übernimmt sie auch das Bringen meiner Medikamententasche und Wasser. Von egal wo, sie findet meine Sachen zuverlässig! Auch in der Verarbeitung unterstützt mich Lotti. Sie kann gezielt Körperkontakt aufnehmen oder mich aus dem Bett holen, wenn die Nachwirkungen es mir schwer machen.

Wie jeder Hund ist sie eine treue Begleiterin, Sozialpartnerin und natürlich ein Clown. Sie hat eine herrliche Persönlichkeit. Es erfüllt mich zu sehen, wie sie aufgeht und während man für seinen Hund versucht die Welt so groß wie möglich zu machen und ihn fit zu halten, tut man dasselbe, fast nebenbei, bei sich selbst.

Für ihre und Ihre Unterstützung bin ich sehr dankbar. Durch den Beitrag der Kynos Stiftung kann Lotti mich weiter unterstützen und auf ihre Prüfung vorbereitet werden. Vielen Dank für das Möglichmachen dieses Projektes!💛

Julia und Momo

Mein Name ist Julia und ich lebe mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung sowie weiteren psychischen Belastungen. Die Ausbildung meines Assistenzhundes Momo – einem liebevollen Pinscher-Mix, der als PSB-Assistenzhund ausgebildet wird – wurde durch eine Förderung bezuschusst, wofür ich von Herzen dankbar bin.
Momo ist für mich weit mehr als ein Assistenzhund: Er ist mein verlässlicher Partner in schwierigen Momenten. Besonders in Situationen von Angst, innerer Unruhe oder Überforderung spürt er früh, wenn es mir schlechter geht. Er holt mich zurück ins Hier und Jetzt, schenkt mir Halt und gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, wenn alles zu viel wird. Auch im Umgang mit selbstschädigenden Impulsen hilft er mir, innezuhalten und wieder Boden unter den Füßen zu finden.
Durch Momo habe ich nicht nur mehr Stabilität und Selbstständigkeit gewonnen, sondern auch ein Stück Lebensfreude und Vertrauen zurückbekommen. Dafür bin ich unendlich dankbar. 💛

Janik und Malj

Seit zwei Jahren ist Malj an Janiks Seite – eine angehende Assistenzhündin mit einem feinen Gespür für die leisen Zwischentöne des Lebens.
Janik ist blind und auf den Rollstuhl angewiesen. Mit 15 Jahren erlitt er nach einer Reanimation einen hypoxischen Hirnschaden – ein Ereignis, das alles veränderte.
Dann kam Malj.
Mit ihrer ruhigen Art schenkt sie ihm Sicherheit und Orientierung in einer Welt ohne Licht. Sie begleitet ihn durch den Alltag, gibt Halt in unsicheren Momenten und ist zugleich Freundin und treue Gefährtin.
Seit Malj da ist, hat Janik neuen Lebensmut gefunden.
Sie ist mehr als eine Assistenzhündin in Ausbildung – sie ist Hoffnung auf vier Pfoten. 💛

Elija und Emma

Assistenzhündin Emma und Elija sind ein tolles Team. Eigentlich soll Emma Elija bei Wutanfällen begleiten, aber seit ihrem Einzug haben sich diese Wutanfälle erledigt. Elija ist so glücklich, Emma zu haben! Die beiden genießen die Tage nach der Schule mit Kuscheln und Leckerchengeben, woran Emma als Labrador natürlich besonderen Gefallen hat.

Durch Emma bekommt Elija Sicherheit: Sie begleitet ihn mit einer Autismusleine, hilft ihm beim Einschlafen und sorgt dafür, dass er sich einfach rundum wohl und sicher fühlt. Wir sind dankbar, dass Emma im September 2025 bei uns eingezogen ist und können uns einen Tag ohne sie gar nicht mehr vorstellen.

David und Ava

David B. mit seiner 2-jährigen Hündin Ava. Ava ist im Mai 2025 bei der Familie eingezogen und verschönert seitdem dem MS-Erkrankten David und seiner Ehefrau den Tag.
Ava wird gemeinsam mit der Trainerin Monika Kloster von Tierisch Trainiert zum Mobilitätsassistenzhund ausgebildet.

Nele und Lotta

Lotta ist eine Großpudel-Dame, die dank der Kynos Stiftung zum PSB Assistenzhund ausgebildet werden kann. Sie ist eine sehr feine und selbstsichere Hündin, die bereits jetzt nach nur ein paar Wochen in der Ausbildung einen fantastischen Job macht! Sie wird Nele künftig bei Panikattacken, Dissoziationen und anderen Symptomen ihrer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung helfen. Nele sagt: „Ich freue mich auf den gemeinsamen weiteren Weg und ein Weg ins weiter selbstständige und unabhängige Leben!“

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Eine kleine Auswahl geförderter Teams

Leni mit Cooper

Leni ist sieben Jahre alt und lebt mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Diese Diagnose bringt viele Herausforderungen mit sich, besonders in alltäglichen Situationen, die für andere Kinder selbstverständlich sind.
Doch Leni hat jetzt eine besondere Unterstützung an ihrer Seite: Ihren Assistenzhund Cooper.
Cooper wird unter Anleitung einer erfahrenen Assistenzhundetrainerin ausgebildet und ist speziell darauf trainiert, Leni in verschiedenen Lebenslagen zu unterstützen. Durch Cooper hat Leni die Möglichkeit, aktiver am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ob es um Arztbesuche, Einkäufe oder andere ungewohnte Situationen geht – mit Cooper an ihrer Seite fühlt sich Leni sicherer und kann diese Herausforderungen besser
meistern.
Die Bindung zwischen Leni und Cooper ist jetzt schon beeindruckend. Sie sind ein eingespieltes Team, das zeigt, wie wertvoll die Unterstützung eines Assistenzhundes sein kann. Cooper hilft nicht nur praktisch, sondern gibt Leni auch emotionalen Halt und Sicherheit. Gemeinsam meistern sie den Alltag und zeigen, dass mit der richtigen Unterstützung vieles möglich ist.

 

Rika mit Tegan

Rika T. ist die Teampartnerin ihrer Warnhündin in Ausbildung Tegan. Beide sind bereits jetzt (Dezember 2024) ein eingespieltes Team, das mit gegenseitigem Vertrauen, Freude und ganz viel Spaß gemeinsam den Alltag bewältigt.  Die kleine Elohündin warnt Rika durch intensiven Blickkontakt, Anstupsen, Handlecken oder betontes Schnüffeln am Gesicht vor epileptogenen atonischen Sturzanfällen und Abscencen. Da sie bereits sehr frühzeitig stufenweise anzeigt, dass Rika sich z.B. in einer Reizüberflutungs- oder schmerzbedingten Überlastungssituation befindet und dann durch antrainierte Rituale ihren Menschen erdet sowie stabilisiert, kann den Sturzanfällen teilweise vorgebeugt werden. Während eines Anfalls bleibt die junge Elohündin nah bei Rika, stupst sie immer wieder im Gesicht an, um auf diese Weise eine Ohnmacht abzuwenden sowie durch den Berührungsimpuls die Rückkehr der Muskelkontrolle zu beschleunigen. Von klein auf an hat Tegan diese Sensibilität und Fähigkeit zum Warnen gezeigt, sodass durch gezieltes Motivieren, Verstärken, Ausweiten im Rahmen des Assistenzhundetrainings ein verlässliches Warnverhalten entstanden ist.
Da Rika durch Wirbelsäulen- und Gelenkschäden in ihrer Mobilität eingeschränkt ist, lernt Tegan zudem sie durch Nähe, eigene Bewegungsimpulse und kurze Führphasen bei der Bewältigung von Bewegungsstops, Richtungswechsel und Anlaufschwierigkeiten zu unterstützen.
Für die neugierige, abenteuerlustige, selbständige Tegan ist die Teamarbeit ein Spiel, das ihr Freude bereitet, und natürlich darf sie in der gemeinsamen Freizeit auf Schnüffel- und Tobeabenteuer gehen oder auf dem Sofa kuscheln.
Für Rika bedeutet all dies mehr Sicherheit und die Möglichkeit zur selbständigen Teilhabe am Leben. Am allerschönsten ist es jedoch mit der lustigen, verspielten, verschmusten kleinen Hündin ein Leben voller Liebe, Lachen, Lernen und Dankbarkeit leben zu dürfen.

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Katharina mit Pepper

Katharina leidet unter einer Autismus-Spektrum-Störung, die besondere Herausforderungen mit sich bringt. Seit Januar 2024 lebt Goldendoodle-Hündin Pepper dauerhaft bei ihr, die jetzt 22Monate alt ist und ihr sehr im Alltag hilft. Sie kann bereits sehr viele Assistenzleistungen, wie zum Beispiel das Bringen der Medikamententasche oder das Aufheben von Gegenständen auf Kommando. Wenn alles gut läuft, hoffen die beiden, im Herbst ihre Assistenzhundeprüfung zu bestehen, damit Pepper Katharina künftig überallhin begleiten und ihr Sicherheit geben.

 

Sabine mit Luma

Luma ist eine zweieinhalbjährige Australian-Labradoodle-Dame. Sie befindet sich in fortgeschrittener Ausbildung zum Assistenzhund für psychosoziale Beeinträchtigungen, in Sabines Fall einer komplexen PTBS und dissoziativen Krampfanfällen. Bei hoher Anspannung, beginnenden Dissoziationen oder Krampfanfällen nimmt dies Luma zunehmend häufiger vor Sabine wahr, zeigt ihr dies durch Anspringen an und hilft ihr, sich zu reorientieren und zu beruhigen (v.a. durch Körperkontakt). Eine weitere Aufgabe von Luma ist es, zu blocken oder kurze Führaufgaben zu übernehmen (z.B. zur nächsten Sitzgelegenheit). Zudem wird in der Ausbildung auch das Verhalten in Notfallsituationen trainiert, so z.B. die Gewöhnung an den Rettungswagen oder das ruhige Liegen auf der Trage. Gerne haben wir Lumas weitere Ausbildung gefördert.